"Spiegel-Print" - jetzt nicht mehr
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe zur Zeit in Warschau und informiere mich unter anderem durch Ihr Magazin über die kommende Bundestagswahl in Deutschland.
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In Ihrem Artikel "Poltern und Pöbeln" der aktuellen Ausgabe (36/ 2005) schreiben Sie auf Seite 24 über den bayerischen SPD-Vorsitzenden, "er haue dieser Tage auf alle Konservativen drauf". Stiegler sagt laut Ihrer Zeitung über den ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer: "Der habe bei Siemens "unglaubliche Probleme" hinterlassen. Pierers letzte Innovation sei "das Tischtelefon gewesen. Da ist der Lack längst ab."
Auf Seite 25 drucken Sie Fotos von den Eheleuten Schrödern und dem SPD-Politiker Stiegler ab und kommentieren diese Fotos mit dem Stiegler-Zitat "Da ist der Lack längst ab." Dies erweckt meines Erachtens beim schnellen Durchblättern des Spiegels den Eindruck, Herr Stiegler habe dies über die Eheleute Schröder gesagt. Erst nach aufmerksamer Lektüre des Artikels erschliesst sich, dass das Zitat Herrn von Pierer gewidmet ist.
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Ich bin weder SPD-Mitglied, noch andersweitig besonders an Herrn Stiegler, den Eheleuten Schröder oder an Herrn von Pierer interessiert. Mich ärgert jedoch, wie sie derart schlampig mit Zitaten und Bildunterschriften umgehen.
Mich ärgert zudem schon seit längerer Zeit Ihre tendenziöse, flapsige und selbstherrliche Berichterstattung. Ich werde Ihre Zeitung nicht mehr kaufen und auch nicht mehr lesen. Auch mein Abo an meinen Hauptwohnsitz in Deutschland werde ich abbestellen.
Mit freundlichen Grüssen,
tobistexte - 15. Sep, 22:54